Kompostklo

Komposttoilette

Wir haben keinen Strom und kein fließendes Wasser, aber ein ordentliches Klo! Es ist ein sogenanntes Trockenklo, erbaut im Frühjahr 2016. Wir haben also mittlerweile ein ganzes Jahr Erfahrung mit der Nutzung. Und wir können sagen, es funktioniert wunderbar. Es ist sauber und trocken, es stinkt auch nichts. Gut, vielleicht gehen hier auch nicht so viele ihrem „großen Geschäft“ nach, immerhin wohnen alle in der Nähe. Jedenfalls an Urin kommt schon einiges zusammen, der Kanister wird aller 2 Monate geleert, die Wanne mit den Fäkalien wird nicht voll, wir leeren sie trotzdem. Das ganze kommt dann auf den Kompost und kann dort zusammen mit den Gartenabfällen zu nährstoffreicher Erde werden. Eigentlich sind die menschlichen Ausscheidungen zu wertvoll für die Kanalisation. Dort werden sie mit den ganzen Resten aus Industrie und Haushalt zu Klärschlamm, der so stark mit Schwermetallen und Medikamentenrückständen belastet ist, dass er nur noch verbrannt werden kann. Dem Boden gehen so wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium verloren. Ein paar Spurenelemente gibt es auch noch, aber da müsste man mal in Ruhe nachlesen.

Es gab durchaus Diskussionen in der Gartengruppe, ob man den Dünger von fleischessenden Gärtnern als Dünger verwenden sollte. Und ob es Probleme durch Rückstände von Medikamenten geben könnte. Wir haben uns dann für die Verwendung entschieden. Der Nutzen von Stoffkreisläufen auf lokaler Ebene ist höher zu bewerten als die Angst vor wahrscheinlich minimalen Verunreinigungen.

Bequemer Sitz

Bequemer Sitz, Papier und Licht. Ein Stock zum Wölfevertreiben ist nicht notwendig.

Die "Scheißewanne"

Die „Scheißewanne“

Urinbehälter

Urinbehälter

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